Schulordnung

  1. Aufgabe

Die Kreismusikschule Ammerland e. V. ist eine kommunale Bildungseinrichtung. Sie führt Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unabhängig von ihrer sozialen oder gesellschaftlichen Herkunft, an Musik und gemeinsame Musizieren heran. Sie erkennt und fördert musikalische Begabungen und bereitet bei entsprechender Eignung auf eine musikalische Berufsausbildung vor.

  • Aufbau und Leistungen

2.1.     Das Unterrichtsangebot orientiert sich am Strukturplan und an den Lehrplänen des
          Verbands Deutscher Musikschulen (VdM). Es umfasst insbesondere:

  • Elementar- und Grundstufe
  • Gruppen- und Klassenmusizieren in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen
  • fachbezogenen Gruppen- und Einzelunterricht
  • weiterführenden Einzelunterricht
  • die Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) nach bestandener
    Zugangsprüfung
  • Ensemble- und Ergänzungsfächer

2.2.     Wer bereits ein Hauptfach an der Kreismusikschule belegt, zahlt für zusätzlich belegte Ensemble- und Ergänzungsfächer keine weitere Unterrichtsgebühr. Wer kein Hauptfach belegt, zahlt die in der Gebührenordnung festgelegte Gebühr.

2.3.   Weitergehende Regelungen zur Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) enthält Anlage 1.

  • Schuljahr

3.1.   Das Schuljahr der Kreismusikschule Ammerland e. V. beginnt am 1. August und endet am 31. Juli.

3.2.   An gesetzlichen Feiertagen und während der in der Ferienordnung des Landes Niedersachsen festgelegten Schulferien findet grundsätzlich kein regulärer Unterricht statt. Abweichende Unterrichts- oder Veranstaltungsangebote können gesondert vereinbart werden.

  • Anmeldung und Aufnahme

4.1.   Anmeldungen sind jederzeit möglich. Die Aufnahme in den Unterricht erfolgt, wenn ein geeigneter Unterrichtsplatz zur Verfügung steht und die organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind.

4.2.   Die Anmeldung erfolgt in Textform oder über das Anmeldeformular der Kreismusikschule. Der Unterrichtsvertrag kommt mit der Aufnahmebestätigung der Kreismusikschule in Textform zustande. Ein Anspruch auf einen Unterrichtsplatz besteht nicht.

  • Vertragsdauer, Vertragsänderung und Kündigung

5.1.   Der Unterrichtsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Bei zeitlich befristeten Kursen gilt die vereinbarte Kursdauer. Während der ersten zwölf Monate ab dem vereinbarten Unterrichtsbeginn können beide Vertragsparteien das Vertragsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zum 31. Januar oder 31. Juli ordentlich kündigen. Ab dem 13. Vertragsmonat ist eine ordentliche Kündigung jederzeit mit einer Frist von einem Monat möglich. Die Kündigung bedarf der Textform.

5.2.   Das Recht beider Vertragsparteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt bestehen. Darüber hinaus kann die Schulleitung in begründeten Härtefällen, insbesondere bei einem Wohnortwechsel oder einer länger andauernden Erkrankung, auf begründeten Antrag in Textform einer vorzeitigen Beendigung des Unterrichtsvertrages zustimmen.

5.3.   Die Probezeit beginnt mit dem Unterrichtsbeginn. Die Probezeit beträgt einen Monat. Während der Probezeit ist eine Kündigung von beiden Vertragspartnern jederzeit möglich. Die Kündigung muss in Textform erfolgen. Die Gebühren für die Probezeit sind in voller Höhe zu zahlen.

5.4.   Änderungen eines bestehenden Unterrichtsverhältnisses

Änderungen an einem bestehenden Unterricht bedürfen der Vereinbarungen beider Vertragspartner. Änderungen betreffen:

– ein anderes Unterrichtfach

– eine andere Unterrichtsform

– eine andere Unterrichtsdauer

– ein anderer Umfang des Unterrichts

Die neuen Gebühren gelten ab dem vereinbarten Änderungszeitpunkt nach der Gebührenordnung. Die bisherige Vertragslaufzeit bleibt bestehen. Die Probezeit und die Erstvertragszeit beginnen nicht neu.

5.5    Kündigung durch die Kreismusikschule

Die Kreismusikschule kann den Unterrichtsvertrag aus wichtigem Grund außerordentlich kündigen. Ein wichtiger Grund kann insbesondere bei erheblichen oder wiederholten Verletzungen der sich aus dem Unterrichtsvertrag ergebenen Pflichten, bei Zahlungsverzug in Höhe von mindestens zwei Monatsentgelten oder bei wiederholtem unentschuldigtem Fernbleiben vom Unterricht vorliegen. Soweit der Kündigungsgrund in einer behebbaren Pflichtverletzung besteht, erfolgt die Kündigung grundsätzlich erst nach vorheriger erfolgloser Aufforderung zur Abhilfe oder Abmahnung.

  • Unterrichtserteilung

6.1.   Eine volle Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten.

6.2.   Die Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig am vereinbarten Unterricht sowie an den zum Unterricht gehörenden Ergänzungsfächern und Ergänzungsveranstaltungen teil. Ist eine Teilnahme nicht möglich, ist die Lehrkraft oder die Verwaltung so früh wie möglich, möglichst mindestens 24 Stunden vor Unterrichtsbeginn, zu informieren.

6.3.   Kann Präsenzunterricht aufgrund höherer Gewalt oder einer behördlichen Anordnung nicht stattfinden, kann der Unterricht, soweit dies pädagogisch und technisch möglich ist, durch ein geeignetes digitales Unterrichtsangebot ersetzt werden. Die Regelungen der Gebührenordnung bleiben unberührt.

6.4.   Auf Antrag der Schülerin oder des Schülers bzw. bei Minderjährigen der Erziehungsberichtigten kann die Kreismusikschule in begründeten Einzelfällen digitalen Unterricht vereinbaren, sofern dies pädagogisch und organisatorisch möglich ist.

6.5.   Wünsche hinsichtlich einer bestimmten Unterrichtsstätte werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Ein Anspruch auf Unterricht an einem bestimmten Ort besteht nicht. Wird der Präsenzunterricht an den allgemeinbildenden Schulen aufgrund einer behördlichen witterungsbedingten Anordnung ausgesetzt, findet auch an den betroffenen Unterrichtsorten grundsätzlich kein Präsenzunterricht der Kreismusikschule statt. Nr. 6.3 gilt entsprechend.

6.6.   Der Unterrichtstermin wird von der Kreismusikschule nach Abstimmung mit der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern bzw. bei Minderjährigen den Erziehungsberechtigten festgelegt. Ein Anspruch auf einen bestimmten Unterrichtstag oder eine bestimmte Unterrichtszeit besteht nicht.

7.       Gesundheitsbestimmungen

Für die Teilnahme am Unterricht und an Veranstaltungen der Kreismusikschule gelten die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten, insbesondere die einschlägigen Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes.

8.       Aufsicht

Eine Aufsicht besteht nur während der Unterrichtszeit.

9.       Haftung

9.1.   Für die Schülerinnen und Schüler besteht ein Unfallversicherungsschutz für die           Unterrichtszeit sowie den Hin- und Rückweg.

9.2.   Ein Haftpflichtversicherungsschutz besteht nicht. Hinsichtlich des Diebstahlschutzes sind während des Unterrichts persönliche Gegenstände mit in die Unterrichtsräume zu nehmen.

10.    Inkrafttreten

Die Schulordnung tritt am 08.10.2026 in Kraft.